Die Eucharistiefeier

Von Christian Kindel
Am 12. April 2008 habe ich an dieser Stelle versucht zu verdeutlichen, dass die Messfeier eine Feier ist, in der es um die Wandlung unseres Wesens, unseres Lebens und unserer Welt geht.
Der Ritus der Eucharistie ist ein Weg der Wandlung. Den Wandlungsweg zeigen die vier Teile der Eucharistiefeier.
- Die Eröffnung: Jesus nimmt uns an und versöhnt uns. Wir können neu beginnen.
- Der Wortgottesdienst: Jesus spricht zu uns. Sein Wort will uns wandeln.
- Die Eucharistie im engeren Sinn: Jesus wandelt uns.
- Die Schlussriten: Jesus sendet uns Gewandelte, um die Welt zu verändern.
Heute spreche ich über die eigentliche Eucharistiefeier (also Gabenbereitung, Hochgebet und Kommunion) und beginne mit 2 Fragen:
- Wann ist ein Mensch erfolgreich?
- Wann ist das Leben eines Menschen fruchtbar?
- Erfolgreich ist der Mensch, wenn er durch sein Tun Ansehen genießt (groß herauskommt).
- Fruchtbar, wenn das Leben eines Menschen anderen dient. Frucht ist Nahrung für andere. In der Frucht sind Samen für neues Leben.
Jesus spricht:
«Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt» (Joh 15,4).
Gabenbereitung, Hochgebet und Kommunion haben das Ziel, unser Leben mehr mit dem Weinstock, Jesus, zu verbinden. Fruchtbar wird unser Leben in dem Maß, wie es in den Weinstock, in Jesus integriert ist und der Saft des Weinstocks – die Liebe Jesu, der Heilige Geist – uns belebt.
«Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt» (Joh 15,4).
Gabenbereitung, Hochgebet und Kommunion haben das Ziel, unser Leben mehr mit dem Weinstock, Jesus, zu verbinden. Fruchtbar wird unser Leben in dem Maß, wie es in den Weinstock, in Jesus integriert ist und der Saft des Weinstocks – die Liebe Jesu, der Heilige Geist – uns belebt.
Die Eucharistiefeier beginnt mit der Gabenbereitung (nach den Fürbitten).
Bei der Gabenbereitung werden Brot und Wein, jene Speisen, die Christus selbst beim letzten Abendmahl in seine Hände genommen hat, zum Altar gebracht.
Wenn der Priester Wein und ein wenig Wasser in den Kelch hinein gießt spricht er leise: „Wie das Wasser sich mit dem Wein verbindet zum heiligen Zeichen, so lasse uns dieser Kelch teilhaben an der Gottheit Christi, der unsere Menschennatur angenommen hat.“ Göttliches und Menschliches sind nicht mehr voneinander zu trennen.
Der Priester nimmt die Schale mit dem Brot und den Kelch mit dem Wein, beides erhebt er, spricht ein Lobgebet: Gepriesen bist du Herr, Gott, du Schöpfer der Welt, wir schenken dir Brot und Wein, die Gaben der Erde und der menschlichen Arbeit. Und in diesen Gaben sind wir auch mit dargestellt, sind wir mit dabei.
Die Gläubigen haben Brot und Wein und auch andere Opfergaben, Geldopfer zum Altar gebracht. Dieses Zeichen macht deutlich, dass wir alle, das Volk Gottes, aktiv teilnehmen an dem Geschehen der Eucharistie.
Bei der Gabenbereitung werden Brot und Wein, jene Speisen, die Christus selbst beim letzten Abendmahl in seine Hände genommen hat, zum Altar gebracht.
Wenn der Priester Wein und ein wenig Wasser in den Kelch hinein gießt spricht er leise: „Wie das Wasser sich mit dem Wein verbindet zum heiligen Zeichen, so lasse uns dieser Kelch teilhaben an der Gottheit Christi, der unsere Menschennatur angenommen hat.“ Göttliches und Menschliches sind nicht mehr voneinander zu trennen.
Der Priester nimmt die Schale mit dem Brot und den Kelch mit dem Wein, beides erhebt er, spricht ein Lobgebet: Gepriesen bist du Herr, Gott, du Schöpfer der Welt, wir schenken dir Brot und Wein, die Gaben der Erde und der menschlichen Arbeit. Und in diesen Gaben sind wir auch mit dargestellt, sind wir mit dabei.
Die Gläubigen haben Brot und Wein und auch andere Opfergaben, Geldopfer zum Altar gebracht. Dieses Zeichen macht deutlich, dass wir alle, das Volk Gottes, aktiv teilnehmen an dem Geschehen der Eucharistie.
Das eucharistische Hochgebet
Nun folgt das große Wandlungs- und umfassende Dankgebet: Das Hochgebet. Im eucharistischen Hochgebet, dem Gebet der Danksagung und Heiligung, erreicht die ganze Feier ihre Mitte und ihren Höhepunkt.
Man hat in der abendländischen Christenheit seit 1000 Jahren gesagt: Wenn der Priester die Worte spricht, die Christus im Abendmahlssaal gesagt hat, dann ereignet sich unter dem Sprechen dieser Worte die Wandlung der Gaben. Heute setzt man die Akzente neu und sieht auf das ganze Hochgebet. Da gibt es eine andere Art von Gebet, das Epiklese-Gebet. Das ist das Gebet der anwesenden Gemeinde um Gottes Geist. Er, der Schöpfer Geist, er gibt dem, was da auf dem Altar liegt, Brot und Wein eine neue Bedeutung. Und das ist etwas Wirkliches, denn er ist der Schöpfer Geist.
Man hat in der abendländischen Christenheit seit 1000 Jahren gesagt: Wenn der Priester die Worte spricht, die Christus im Abendmahlssaal gesagt hat, dann ereignet sich unter dem Sprechen dieser Worte die Wandlung der Gaben. Heute setzt man die Akzente neu und sieht auf das ganze Hochgebet. Da gibt es eine andere Art von Gebet, das Epiklese-Gebet. Das ist das Gebet der anwesenden Gemeinde um Gottes Geist. Er, der Schöpfer Geist, er gibt dem, was da auf dem Altar liegt, Brot und Wein eine neue Bedeutung. Und das ist etwas Wirkliches, denn er ist der Schöpfer Geist.
In der Eucharistiefeier nimmt Jesus im Priester Brot und Wein in Seine Hände. Wenn Brot und Wein Zeichen für unser Leben sind, dann nimmt Jesus in Brot und Wein unser Leben in Seine Hände. Als erstes dankt Er für uns und unser Leben. Wir sind Ihm ein Geschenk, ein kostbares Geschenk, das Er mit Seiner ganzen Liebe und Sorge umgibt.
Wir geben in Brot und Wein unser Leben (unsere Sorgen, Ängste, Pläne, Schwächen) in die Hände Jesu, damit Er es wandle. Das Brot soll zum Brot des Lebens werden. Das heißt: Unser Leben wird Nahrung für andere. Der Wein wird zum Kelch des Heiles. Das heißt: Unser Leben wird Segen, Freude und Heil bewirken.
Eucharistie ist Verwandlung, Verwandlung von Brot in den Leib Christi, von Wein in das Blut Jesu Christi. Aber Brot und Wein sind auch Bilder für unser Leben.
Brot ist ein Bild für unseren Alltag, für das, was uns Tag für Tag aufreibt, zerreibt, Brot das aus vielen Körnern gebacken ist ist auch ein Bild für die innere Zerrissenheit, für das Vielerlei, das wir nicht zusammenbringen.
Wein, der Kelch ist ein Bild für die Bitterkeit, für das Leid der Welt. Wenn der Priester ihn hochhält, ist das ein Zeichen, dass das Leid verwandelt werden soll und darin Gottes Liebe sichtbar werden soll.
Wir geben in Brot und Wein unser Leben (unsere Sorgen, Ängste, Pläne, Schwächen) in die Hände Jesu, damit Er es wandle. Das Brot soll zum Brot des Lebens werden. Das heißt: Unser Leben wird Nahrung für andere. Der Wein wird zum Kelch des Heiles. Das heißt: Unser Leben wird Segen, Freude und Heil bewirken.
Eucharistie ist Verwandlung, Verwandlung von Brot in den Leib Christi, von Wein in das Blut Jesu Christi. Aber Brot und Wein sind auch Bilder für unser Leben.
Brot ist ein Bild für unseren Alltag, für das, was uns Tag für Tag aufreibt, zerreibt, Brot das aus vielen Körnern gebacken ist ist auch ein Bild für die innere Zerrissenheit, für das Vielerlei, das wir nicht zusammenbringen.
Wein, der Kelch ist ein Bild für die Bitterkeit, für das Leid der Welt. Wenn der Priester ihn hochhält, ist das ein Zeichen, dass das Leid verwandelt werden soll und darin Gottes Liebe sichtbar werden soll.
Im Einsetzungsbericht vollzieht sich Wandlung:
Der Heilige Geist bewirkt, dass Jesus selbst gegenwärtig wird. Wie beim Letzten Abendmahl ist Jesus jetzt da und zwar im Priester, der jetzt in der Person Jesu Christi spricht und handelt. So wandelt Jesus in der Kraft des Heiligen Geistes Brot und Wein in Seinen Leib und Sein Blut. Damit wird Jesus jetzt in Seiner Hingabe am Kreuz gegenwärtig.
Aus Ehrfurcht vor dieser Liebe Jesu Christi knien wir (meist) beim Einsetzungsbericht, der Wandlung: Denn am Abend, an dem er ausgeliefert wurde und sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf, nahm er das Brot und sagte Dank, ...
Die Heiligkeit dieses Moments wird oft dadurch zum Ausdruck gebracht, dass die Altardiener beim Emporheben des Leibes und des Blutes Christi mit kleinen Glocken läuten. Das heißt: Niemand soll diesen heiligen Augenblick der Hingabe Jesu an uns «verschlafen».
Zum Knien
Die Knie galten für den biblischen Menschen als Sinnbild der Kraft, das Beugen der Knie ist so Beugen unserer Kraft vor dem lebendigen Gott, Anerkennung dessen, dass wir alles, was wir sind, von ihm haben. Trotz der biblischen Tradition fanden Knien und Kniebeuge erst im Mittelalter Eingang in die Liturgie. Heute ist es üblich, während der Wandlung zum Zeichen der tiefen Verehrung und Anbetung niederzuknien. Im Hinknien zeige ich, dass ich nicht der Erlöser bin, sondern nur ein schwacher, bedürftiger Mensch, der Erde nahe und Gott die Ehre gebend. Dies bewusst zu vollziehen kann sehr befreiend sein. Aber wem das Knien schwerfällt, der sollte besser stehen oder bei Schwäche sitzen.
Der Heilige Geist bewirkt, dass Jesus selbst gegenwärtig wird. Wie beim Letzten Abendmahl ist Jesus jetzt da und zwar im Priester, der jetzt in der Person Jesu Christi spricht und handelt. So wandelt Jesus in der Kraft des Heiligen Geistes Brot und Wein in Seinen Leib und Sein Blut. Damit wird Jesus jetzt in Seiner Hingabe am Kreuz gegenwärtig.
Aus Ehrfurcht vor dieser Liebe Jesu Christi knien wir (meist) beim Einsetzungsbericht, der Wandlung: Denn am Abend, an dem er ausgeliefert wurde und sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf, nahm er das Brot und sagte Dank, ...
Die Heiligkeit dieses Moments wird oft dadurch zum Ausdruck gebracht, dass die Altardiener beim Emporheben des Leibes und des Blutes Christi mit kleinen Glocken läuten. Das heißt: Niemand soll diesen heiligen Augenblick der Hingabe Jesu an uns «verschlafen».
Zum Knien
Die Knie galten für den biblischen Menschen als Sinnbild der Kraft, das Beugen der Knie ist so Beugen unserer Kraft vor dem lebendigen Gott, Anerkennung dessen, dass wir alles, was wir sind, von ihm haben. Trotz der biblischen Tradition fanden Knien und Kniebeuge erst im Mittelalter Eingang in die Liturgie. Heute ist es üblich, während der Wandlung zum Zeichen der tiefen Verehrung und Anbetung niederzuknien. Im Hinknien zeige ich, dass ich nicht der Erlöser bin, sondern nur ein schwacher, bedürftiger Mensch, der Erde nahe und Gott die Ehre gebend. Dies bewusst zu vollziehen kann sehr befreiend sein. Aber wem das Knien schwerfällt, der sollte besser stehen oder bei Schwäche sitzen.
Schließlich folgt die Akklamation (der große Bekenntnisruf). Dann stehen wir dazu kurz auf.
Der Priester sagt: Geheimnis des Glaubens. Was wir hier feiern, ist das Geheimnis Seiner Liebe. Unsere Antwort darauf ist: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir. Deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.
Akklamation hat mit Klatschen, mit Freude, mit Bejubeln zu tun. Wir jubeln über die Befreiung, die geschah und sich jetzt ereignet und sich ganz vollenden wird, wenn du kommst in Herrlichkeit. Dann wird endgültig alles für immer gut!
Die Messe ist eine freudige Feier, das sollte auch an dieser Stelle deutlich werden.
Der Priester sagt: Geheimnis des Glaubens. Was wir hier feiern, ist das Geheimnis Seiner Liebe. Unsere Antwort darauf ist: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir. Deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.
Akklamation hat mit Klatschen, mit Freude, mit Bejubeln zu tun. Wir jubeln über die Befreiung, die geschah und sich jetzt ereignet und sich ganz vollenden wird, wenn du kommst in Herrlichkeit. Dann wird endgültig alles für immer gut!
Die Messe ist eine freudige Feier, das sollte auch an dieser Stelle deutlich werden.
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- Foto: E. Drotschmann - |
Pfarrer Xavier Kandankary 2008
Nach dem VaterUnser folgt der Friedensgruß
Es sind Worte und Gesten, in denen die Gläubigen um Frieden und Einheit der Kirche und der gesamten Menschheitsfamilie bitten und einander ihre Liebe bezeugen, ehe sie von dem einen Brot essen.
An den Tisch des Herrn sollte eigentlich nur treten, wer mit dem Nächsten in Frieden verbunden ist. Darum wenden sich die Einzelnen dem Nachbarn zu mit dem Gruß „Der Friede sei mit dir.“
Normalerweise können wir den Friedensgruß nicht allen in der Kirche geben. Darum geben wir ihn einigen Umstehenden stellvertretend für alle. Beim Friedensgruß geht es nicht um Sympathie, das heißt, denen, die uns sympathisch sind, geben wir den Friedensgruß und die Anderen lassen wir links liegen. In dieser Haltung trennt der Friedensgruß, und gerade die mir weniger sympathischen Menschen fühlen sich ausgeschlossen. Im Gegenteil, richtiger wäre, zuerst auf diejenigen zuzugehen, die mir nicht bekannt oder weniger sympathisch sind.
Der Priester bricht das Brot.
Das Brotbrechen wurde von Christus beim Letzten Abendmahl vollzogen und gab in der apostolischen Zeit der ganzen Eucharistiefeier den Namen.
Es sind Worte und Gesten, in denen die Gläubigen um Frieden und Einheit der Kirche und der gesamten Menschheitsfamilie bitten und einander ihre Liebe bezeugen, ehe sie von dem einen Brot essen.
An den Tisch des Herrn sollte eigentlich nur treten, wer mit dem Nächsten in Frieden verbunden ist. Darum wenden sich die Einzelnen dem Nachbarn zu mit dem Gruß „Der Friede sei mit dir.“
Normalerweise können wir den Friedensgruß nicht allen in der Kirche geben. Darum geben wir ihn einigen Umstehenden stellvertretend für alle. Beim Friedensgruß geht es nicht um Sympathie, das heißt, denen, die uns sympathisch sind, geben wir den Friedensgruß und die Anderen lassen wir links liegen. In dieser Haltung trennt der Friedensgruß, und gerade die mir weniger sympathischen Menschen fühlen sich ausgeschlossen. Im Gegenteil, richtiger wäre, zuerst auf diejenigen zuzugehen, die mir nicht bekannt oder weniger sympathisch sind.
Der Priester bricht das Brot.
Das Brotbrechen wurde von Christus beim Letzten Abendmahl vollzogen und gab in der apostolischen Zeit der ganzen Eucharistiefeier den Namen.
Es ist ein wunderbares Bild: Christus ist zerbrochen worden, damit wir nicht zerbrechen an unserem Leben. Er ist für uns gebrochen worden, damit er alles Brüchige und Gebrochene und Zerbrochene an uns heilt und verbindet und die Bruchstücke unseres Lebens neu zusammenfügt.
Aber wichtiger ist, dass das eine Brot das geteilt wird durch die Brechung, an viele ausgeteilt wird und dass wir so alle an einem Brot, genauer am selben Leib Jesu, teilhaben und dass so das gebrochene Brot, indem es von vielen gegessen wird, Ausdruck der Einheit und Gemeinschaft mit Christus wird.
Aber wichtiger ist, dass das eine Brot das geteilt wird durch die Brechung, an viele ausgeteilt wird und dass wir so alle an einem Brot, genauer am selben Leib Jesu, teilhaben und dass so das gebrochene Brot, indem es von vielen gegessen wird, Ausdruck der Einheit und Gemeinschaft mit Christus wird.
«Ich gehe zur Kommunion», sagen wir oftmals dazu. Doch eigentlich ist es umgekehrt. Im Grunde nehme nicht ich Jesus in mich auf, sondern Jesus nimmt mich in sich auf und integriert mich in Seinen Leib. Er nimmt mich hinein in die Bewegung Seiner Liebe. Wir essen in der Kommunion nicht etwas, nicht ein Heiliges Brot, sondern nehmen eine Person in uns auf.
Der Leib Christi, sagt dann die Kommunionspenderin, der Kommunionspender. Wir antworten: Amen. Dieses Amen heißt: Ich glaube, dass ich Jesus Christus empfange. Ich will zu Seinem Leib, zur Kirche, gehören. Ich bin bereit, mich mehr und mehr in Seinen Leib integrieren zu lassen.
Zur Haltung der Hände
Beim Empfang der Kommunion (Handkommunion) zeigen die leeren Hände unsere Bedürftigkeit an. Zugleich verweisen sie auf die Demut Jesu Christi, der sich in der Gestalt des Brotes in unsere Hände begibt und sich so uns ganz ausliefert.
«Da die rechte Hand den König in Empfang nehmen soll, so mache die linke Hand zum Thron für Ihn!» Bischof Cyrill, 4. Jh.
Der Leib Christi, sagt dann die Kommunionspenderin, der Kommunionspender. Wir antworten: Amen. Dieses Amen heißt: Ich glaube, dass ich Jesus Christus empfange. Ich will zu Seinem Leib, zur Kirche, gehören. Ich bin bereit, mich mehr und mehr in Seinen Leib integrieren zu lassen.
Zur Haltung der Hände
Beim Empfang der Kommunion (Handkommunion) zeigen die leeren Hände unsere Bedürftigkeit an. Zugleich verweisen sie auf die Demut Jesu Christi, der sich in der Gestalt des Brotes in unsere Hände begibt und sich so uns ganz ausliefert.
«Da die rechte Hand den König in Empfang nehmen soll, so mache die linke Hand zum Thron für Ihn!» Bischof Cyrill, 4. Jh.
Jemand drückte am Ende der heiligen Messe dem Priester einen Zettel in die Hand. Darauf stand: «Jesus sagt: ‚Nehmet und trinkt alle davon, das ist mein Blut‘: warum können nicht auch wir das Blut Christi trinken, wie Er es uns aufgetragen hat? Dieses Blut hat eine solche Kraft, unsere Sünden abzuwaschen, und wir dürsten danach: Warum müssen wir darauf verzichten? Es gibt genügend Reben und Wein auf unseren Feldern, um den christlichen Laien sogar täglich das Blut Christi zu trinken zu geben, wenn sie es wünschen. Weshalb sind wir geizig mit Ihm, der doch zu uns so großzügig ist?»
Eine berechtigte Frage. Und tatsächlich ist in allen Einsetzungsberichten das Trinken aus dem geheiligten Kelch gleichwertig wie das Essen des verwandelten Brotes. Bis ins 13. Jahrhundert war die Kelchkommunion auch in der römisch-katholischen Kirche selbstverständlich.
Das 2. Vat. Konzil hat die Möglichkeit der Kelchkommunion für alle nicht nur ermöglicht, sondern sogar empfohlen. So heißt es in der allgemeinen Einführung ins Messbuch (AEM 240): «Ihre volle Zeichenhaftigkeit gewinnt die Kommunion, wenn sie unter beiden Gestalten gereicht wird. In dieser Form wird das Zeichen des eucharistischen Mahles auf vollkommenere Art zum Ausdruck gebracht. Es wird auch deutlich, dass der neue und ewige Bund im Blut des Herrn geschlossen wurde».
Zur Bedeutung des Blutes noch Folgendes: Für den Menschen des Altertums ist das Blut der Sitz des Lebens, also des Kostbarsten und Heiligsten, was wir auf Erden besitzen. Deshalb ist das Vergießen des Blutes das Zeichen einer Liebe, wie sie größer nicht sein kann.
Wenn am Sonntag die Menschen aus der Kirche wieder nach Hause gehen, ist die Messe eigentlich noch gar nicht zu Ende. Dann ist der Zeitpunkt gekommen für den Neubeginn.
Eine berechtigte Frage. Und tatsächlich ist in allen Einsetzungsberichten das Trinken aus dem geheiligten Kelch gleichwertig wie das Essen des verwandelten Brotes. Bis ins 13. Jahrhundert war die Kelchkommunion auch in der römisch-katholischen Kirche selbstverständlich.
Das 2. Vat. Konzil hat die Möglichkeit der Kelchkommunion für alle nicht nur ermöglicht, sondern sogar empfohlen. So heißt es in der allgemeinen Einführung ins Messbuch (AEM 240): «Ihre volle Zeichenhaftigkeit gewinnt die Kommunion, wenn sie unter beiden Gestalten gereicht wird. In dieser Form wird das Zeichen des eucharistischen Mahles auf vollkommenere Art zum Ausdruck gebracht. Es wird auch deutlich, dass der neue und ewige Bund im Blut des Herrn geschlossen wurde».
Zur Bedeutung des Blutes noch Folgendes: Für den Menschen des Altertums ist das Blut der Sitz des Lebens, also des Kostbarsten und Heiligsten, was wir auf Erden besitzen. Deshalb ist das Vergießen des Blutes das Zeichen einer Liebe, wie sie größer nicht sein kann.
Wenn am Sonntag die Menschen aus der Kirche wieder nach Hause gehen, ist die Messe eigentlich noch gar nicht zu Ende. Dann ist der Zeitpunkt gekommen für den Neubeginn.









