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Zeltlager 2011

Abenteuerland Woltem


Vom 7. bis 17. Juli 2011 haben 50 Kinder und Jugendliche sowie 10 Betreuer einen Abenteuerurlaub der besonderen Art erlebt.

Das Lagerfeuer qualmte, die Lagergeister brannten lichterloh, Kinderstimmen und Lachen waren auf der großen Wiese in Woltem zwischen einer Zeltstadt zu hören. Ja, es sind schon wieder zwei Jahre um und das Zeltlager der katholischen Kirchengemeinde Sankt Maria hat stattgefunden.

Es war eine erlebnisreiche Zeit mit vielen Höhepunkten.

 
Nach dem Ankommen wurden alle in Gruppen eingeteilt, wobei natürlich auch Wünsche berücksichtigt werden und die Zelte in Beschlag genommen. Viele Kennenlernspiele schmieden die Kinder zusammen, so dass es auch schon bald zu den kreativen Angeboten übergehen konnte. Jedes Zelt hatte die Aufgabe, einen Lagergeist zu kreieren, der an den kommenden Abenden verbrannt wird. Dazu ist natürlich viel Holz erforderlich. Mit einem Betreuer an ihrer Seite durften sich alle, die wollten, im Holzhacken versuchen.

 
Der Staudamm an der vorbeifließenden Bomlitz zum Baden und Kühlen der Getränke ist fertig gebaut, einige haben bereits dort (Betreuer teils unfreiwillig) und im nahen Pool der Familie Hartwig gebadet, so dass alle wieder gemeinsam um das abendliche Lagerfeuer sitzen, singen, erzählen, lachen und sich einfach darüber freuen, dabei zu sein. Der erste Abend endete mit einer kleinen Nachtwanderung um Woltem.
 

Am zweiten Tag waren Geländespiele angesagt. In Gruppen mussten viele Aufgaben erfüllt werden.

 
Einer von vielen Höhepunkten war sicherlich die Fahrt nach Bad Segeberg zu den Karl May Festspielen. Der Ölprinz stand in diesem Jahr auf dem Programm und alle waren fasziniert von den Darstellen und dem vielen Getöse drum herum.

 
 
Auf der Fahrt dorthin wurde vorher in einem wunderschön angelegten Zoo mit vielen heimischen Tieren Halt gemacht.  Klar, dass dort auch die Spielgeräte genutzt wurden. Auf der Rückfahrt haben viele geschlafen und sich ausgeruht, so dass am Abend noch viele Spiele am Lagerfeuer stattfinden konnten.
 

Der Sonntag begann mit der Vorbereitung des Gottesdienstes am Nachmittag in der Zeltstadt. Jede Gruppe hatte die Aufgabe, diesen Gottesdienst selbst mit zu gestalten. Dabei sind viele Ideen umgesetzt worden. Einige Gruppen haben Kreuze gebaut und besonders geschmückt, eine Gruppe hat sich sehr schick, also „Sonntagskleidung mit Schlips“  angezogen, eine andere ein Gebet vorgetragen, eine hat Bilder gemalt und eine weitere Gruppe Kreuze ausgeschnitten, verteilt und jeden gebeten dort aufzuschreiben, was ihm im Zeltlager oder in der Natur gut gefällt. Im Nachhinein gesehen haben aber alle irgendwie zusammen gearbeitet, was Diakon Klaus Hartwig und die Betreuer fasziniert hat.
 

Sonntag ist Discozeit. Bis spät in den Abend wurde getanzt, Lagerbowle getrunken und total abgerockt. Klar im Zeltlagercamp ist aber auch, wer nicht mitmachen möchte, muss es auch nicht. Der hat dann immer noch die Möglichkeit, sich anders zu beschäftigen oder zu  Klaus und den anderen ans Lagerfeuer zu setzen, um über alles Mögliche zu reden.

Die Nacht ist dunkel, die Taschenlampen werden einkassieret, die große Nachtwanderung mit Aufgaben für jede Gruppe startet. Das war eine aufregende Aktion. Die Nacht war kurz, denn in den letzten Zelten ging erst gegen 4 Uhr morgens das Licht aus.

 
Am Montag haben sie ihr Können bei vielen Stationsspielen bewiesen und am Abend Stockbrot am Lagerfeuer gebacken. Mit vielen schönen Liedern und Gitarrenbegleitung ist der Tag ausgeklungen.

 
Einmal während jedes Zeltlagers fahren alle in den Heidepark, teilen sich mit den Betreuern in Gruppen auf und erkunden den Park. Strahlende Kinder kehren in die Zeltstadt zurück.
 

Mittwoch bewiesen die Kinder ihr Geschick, aber auch Ausdauer, Tast- und Geruchssinn in der Lagerolympiade.
 

Ganz klar, dass am Donnerstag die Siegerehrungen stattfanden und die jungen Herren auf diesem Foto sind nur vier von ganz vielen Siegern. Weil das Wetter nun doch etwas zu wünschen übrig ließ, wurden kurzerhand die Badesachen gepackt und alle  ins Hallenbad gebracht.  „Cool, Wasser nicht nur von oben sondern ganz um einen herum. Was kann es Besseres geben?“, war aus den Zelten zu hören.
 

Besser geht immer – oder? Was tut man, wenn die Wiese nass, ein wenig moorig und der strahlende Sonnenschein fehlt?  Ganz klar! Der Freitag wird zum Rugbyspiel genutzt. Einfach ideal. O.k., danach waren die Duschen im Pfarrheim fällig und weil der Wetterbericht keine tollen Vorhersagen ergab, wurde ein Videonachmittag  angesetzt. Auch das Abendessen fand in Benefeld im Pfarrheim statt. Zwischen den Filmen wurden aber immer wieder Aktionen im dann doch trockenen Pfarrgarten gemacht.
 

Samstag. Renko hat Geburtstag und natürlich feiern alle mit ihm zusammen und lassen ihn hochleben.

 
Und weil das Rugbyspielen so viel Spaß gemacht hat, heute noch einmal, aber professioneller. Teilweise im Gesicht angemalt und voller Elan laufen die beiden Mannschaften aufs Feld. Im Laufe des Spiels stellte sich dann aber heraus, dass die Schiedsrichter Stefan und Florin die Teams nicht mehr auseinanderhalten konnten und auch so mancher Spieler erkannte seinen Mitspieler nicht mehr. Woran lag das nur? Freiwillige Bemalung oder unfreiwillige an den Klamotten? Abhilfe brachte dann nur noch blaues und grünes Klebeband und so konnte am Ende die siegreiche Mannschaft ermittelt und bejubelt werden.

 
Leider hat der Samstagabend aber auch noch einen anderen Aspekt. Es ist der letzte Abend im Zeltlager und damit niemand traurig ist oder gar wird, trägt jedes Zelt einen Sketch, ein Spiel oder sogar eine sportliche Einlage vor. Das Lachen war durch ganz Woltem zu hören. Am Ende gab es ein extra für Klaus geschriebenes Lied, das von den anderen Betreuern gespielt und gesungen wurde. Und auf besonderen Wunsch noch einmal Disco bis spät in die Nacht.

 
 
Sonntag – Abreisetag. "Schade, dass das Zeltlager schon zu Ende ist." Das ist immer wieder zu hören. Alles wird gepackt und um 11.oo Uhr erwarten die Eltern und die Gemeinde ihre Kinder zur gemeinsamen Hl. Messe in Benefeld.
 

Spannend wird es dann für die Eltern, wenn sie nach der Messe den Lagerboogie auf dem Kirchplatz hören. Cecilia hat gleich zu Beginn des Zeltlagers die Aufgabe übernommen, alle Strophen zusammen zu tragen und das hat sie wirklich super gemacht.
 
 - Fotos: Phillip Drotschmann -

Lagerboogie 2011

  1. Wir fuhren mal nach Woltem, zum Zelten, das war schön.
    Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, das konnt´ ein jeder sehn.
  2. Die Clara hat ´nen Schlafsack´, doch der geht gar nicht zu.
    Doch kein Problem – frag Barbie, die löst es dann im Nu.
  3. Der Linus nervt den Klaus so sehr, er kann nicht warten ab.
    Wenn das jetzt noch so weiter geht, bringt er ihn noch ins Gab.
  4. Der Thorsten, der hält Ausschau. Nach Regen und nach Sturm.
    Ja spinnt denn der jetzt völlig? Der hat im Hirn ´nen Wurm?
  5. Der Lagergeist, der baumelt, an einem Seil herab.
    Und wenn das Feuer gut ist, dann fällt er auch noch ab.
  6. Der Stefan, der schreit: „Weltrekord! Kommt alle doch mal her.
    Der höchste Galgen weit und breit, das war doch gar nicht schwer!“
  7. Doch ist der Galgen noch so hoch, er ist doch nicht sehr schick.
    Denn Matze hatt‘ beim Aufstellen in der Optik einen Knick.
  8. Der Lukas will was ändern, er will ein Mädchen sein.
    Mit Lidschatten und Nagellack fällt Timor auf ihr rein.
  9. Im Wald da gibt’s ´ne Wespe, die ist ganz hemmungslos.
    Verfolgt Nadine und Svenja, was machen sie jetzt bloß?
  10. Barbies Flasche hat ein Loch, sie spritzt uns alle nass.
    Wir wollen doch grad baden geh’n  und sind jetzt schon klatschnass.
  11. Die Nacktschnecken im Lager sind, Tabea find’t sie toll.
    „Die schmecken ja wie Marshmallows“, freut sie sich mit Mund voll.
  12. Es gibt im Lager Hühner,  sie wohnen in Zelt 8.
    Sie gackern und sie kichern bis ganz spät in die Nacht.
  13. Der Pavillon, der hält nicht dicht, der Wind weht einmal rein.
    Alle laufen ganz schnell hin und halten ihm das Bein.
  14. Die Svenni hat ´nen Vogel, des Nachts in ihrem Zelt.
    Der Phillip soll ihn wegmachen, weil er ihr nicht gefällt.
  15. Spät in der Nacht, beim Posten 9, schlief Luis fest und tief.
    Nadine und Svenja merkten’s nicht. Die Gruppe weiter lief.
  16. Das Feuer, das brennt herrlich, der Lagergeist streckt drin.
    Der Vincent ihn befreien will, da ist das Feuer hin.
  17. Ballerinas sind modern, bei Regen und bei Matsch.
    Die Mädels tragen sie so gern, das ist doch alles Quatsch.
  18. Der Jonas ist ein Flummi, er springt im Tor umher.
    Die Bälle, die hält er mit links. Das fällt ihm gar nicht schwer.
  19. Der Florian, der meint es gut, baut Lukas` Zeltlein auf.
    Die Plane ist auf links gedreht, doch Lukas nimmt`s in Kauf.
  20. Die Jenny ist `ne Süße,  René  findet sie ganz toll.
    Doch Jenny finde`t  das nicht so gut und fragt sich, was das soll.
  21. Der Lennart ist ein Frecher, soll in die Bomlitz rein.
    Doch leider ist er viel zu schnell und keiner fängt ihn ein.
  22. Das nasse Holz, das brennt nicht gut, es gibt `ne Menge Rauch.
    Doch Kevin hat `ne Gasmaske, Nadine, die nimmt sie auch.
  23. Zelt 4, das ist das Chaoszelt, sie räumen niemals auf.
    Die Plane hat schon Löcher und stinken tut es auch.
  24. 4 Uhr nachts, der Klaus wird wach, was ist denn da im Zelt?
    `Ne Nacktschnecke, die setzt  ´nen Schiss, weil ihr es gut gefällt.
  25. Der Klaus, der fährt den Bus so schnell, wir haben alle Schiss.
    Ob wir uns noch mal wiedersehen, das ist noch nicht gewiss.
  26. Die Mädels finden Vincent toll, machen sich an ihn ran.
    Sie winken und sie schreien und woll’n  Autogramm.
  27. Nicole und Stefan liegen, im Zelt und kuscheln rum.
    Die Jungs denken was anderes und fall’n vor Lachen um.
  28. Nicole, die ist nur zu Besuch, sie fährt wieder nach Hause.
    Zelt 8, das ist am Weinen und trösten muss der Klaus.
  29. Auch Sonja war hier zu Besuch, ihr fällt der Abschied schwer.
    Sie schickt ´nen süßen Gruß zurück, der Kuchen schmeckt uns sehr.
  30. Der Regen unaufhörlich rinnt, das finden wir sehr schad´.
    Drum packen wir die Sachen und fahr`n ins Hallenbad.
  31. Der Matsch, der spritzt, der Regen fällt, den Jungs ist das egal.
    Sie spielen Fußball auf dem Platz, das Waschen wird zur Qual.
  32. Das Wetter ist zwar scheiße, wir lassen uns nicht stör`n.
    Wir spielen Rugby auf dem Platz, man kann die Schlammschlacht hör`n.
  33. Alle spielen Rugby, der Florian kommt auch.
    Nach anderthalb Sekunden liegt er schon auf dem Bauch.
  34. Das Zeltlager, das ist vorbei, wir fahren nun nach Hause.
    Doch sind wir alle wieder da, wenn einlädt uns der Klaus
Weitere Fotos vom Zeltlager 2011 hier:



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